Kein Mensch braucht gute Vorsätze…

…oder, wie du am Ende doch umsetzt, was du dir vornimmst!

Immer das gleiche zum neuen Jahr, alles muss anders werden, besser, erfolgreicher, abnehmen, mehr Sport, weniger Stress, mehr Zeit mit der Familie und so weiter und so fort.

Nach ein paar Tagen kehrt der Alltag ein, die Anfangseuphorie ist schon gar nicht mehr sooo groß, das Wetter nicht toll. Wir finden immer Ausreden.

Hattest du gute Vorsätze zum neuen Jahr? Hast du sie noch?
Welche sind es dieses Jahr? Mehr Sport? Gesündere Ernährung? Endlich Marathon?

Das ist alles sehr löblich und keineswegs schlecht. Nur, das kann man sich ja zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr vornehmen.

Also sage ich dir:

Fordere dich raus! So schaffst du es! Mit 5 Tipps zeig ich dir wie du das schaffst.

1. Realistische Ziele sind das A & O

„Ich sollte abnehmen.“ Hm, ob das bei dir stimmt, kann ich nicht beurteilen 😉
Aber so vage formuliert wird das schwierig. Wieviel? Bis wann?

Sag also lieber „Ich will x kg in 3 Monaten abnehmen! Da hab ich Urlaub und will am Strand ne tolle Figur machen.“

10 kg in 3 Monaten – sehr ehrgeizig, aber wenig realistisch und nicht unbedingt gesund und nachhaltig! Zum Thema „Abnehmen“ bzw. „Diät“ folgt bald ein eigener Blog-Beitrag.

Realistisch wäre es, wenn du dir ein ½ Kilo pro Woche, also in 3 Monaten 5 kg bis maximal 6 kg vornimmst und es dann durchziehst.

2. Denk in kleinen Schritten

Du hast dir jetzt ein realistisches Ziel gesetzt, z.B. der erste Marathon!
Toll! Großartig! Ich beglückwünsche dich zu deinem Ziel!

Jetzt bist du gut beraten in kleinen Schritten zu denken.
Also nicht: in 4 Monaten lauf ich mehr als 42 km (z.B. beim Salzburg-Marathon am 06.05.18, denn kann ich durchaus empfehlen, aber das ist jetzt ein anderes Thema)!

Aber wie gehst du jetzt am besten vor? Gehen wir davon aus, dass du fit genug bist, um in 4 Monaten einen Marathon zu laufen. Dann solltest du dir einen Trainingsplan suchen. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten, vom Laufexperten/Trainer erstellt (kostet meist Geld), aus einem Buch (meist nicht sehr individuell auf dich zugeschnitten, kann ja auch gar nicht sein). Oder du machst dich selbst zum Experten und erstellst dir einen Plan. Auch dafür gibt es Anleitungen im Internet (z.B. hier: https://www.bevegt.de/trainingsplan-erstellen/).

Ein guter Plan beinhaltet auch Test-Wettkämpfe, auf die konzentrierst du dich. Zuerst kommt ein Test über 10 km, später ein Halbmarathon und schließlich der große Tag!

So steigerst du dich mit dem Plan schrittweise und hast immer ein Etappenziel vor Augen, das gut erreichbar ist und nicht zu groß erscheint. Und am Ende läufst du Marathon und wirst ihn auch meistern.

Beim Abnehmen kannst du Etappenziele feiern, z.B. zwei Kilo weniger nach einem Monat!

3. Überleg dir, welche Hindernisse auf dich zukommen können

Hindernisse sind dazu da, dass man sie überquert, also meistert. Der Hürden- bzw. Hindernis-Laufathlet weiß genau, wie viele auf dem Weg zum Ziel zu überqueren sind, welche Abstände diese haben. Darauf ist er/sie eingestellt, also trainiert.

Daher, überlege dir vorher, welche Hindernisse auf dem Weg zum Ziel auf dich warten könnten und überlege dir, was du dann machst.

Am Abend nach der Arbeit lockt die Couch mehr, als die Laufschuhe? Verabrede dich mit Freunden, das „verpflichtet“ und macht ohnehin mehr Spaß, als alleine.

Das Wetter ist mies? Motivationskick „neue Klamotten“, die wollen ja auch ausprobiert werden. Den Spruch mit dem „schlechten Wetter und den falschen Klamotten“ spar ich mir 😉

Erkältung? Guter Grund, Gesundheit geht immer vor. In diesem Fall ist eventuell ein ruhiger Spaziergang besser geeignet oder sogar die Regenerations-Pause, um wieder ganz gesund das Training aufnehmen zu können.

4. Es muss für dich einen Wert haben

Du musst es wollen, nicht deine Freundin oder dein Mann, dein Chef, Nachbar, auch nicht die Kassiererin im Supermarkt, nein, einzig DU! Wenn du es wirklich willst, wenn es für dich wichtig ist, dann wirst du durchhalten. „Intrinsisch“ nennt sich das in der Psychologie, von innen heraus. Das Gegenteil – extrinsisch – wäre eben, wenn du mehr arbeitest, weil du dir erhoffst, dass DEIN Chef total happy ist und dir ne Gehaltserhöhung gibt. Kann klappen, wird es aber meist nicht, weil es DICH nicht happy macht, sondern sogar frustriert.

5. Stelle dich monatlichen Herausforderungen

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“! Viele Dinge haben sich einfach eingeschlichen, wir machen sie täglich oder regelmäßig immer wieder, weil wir es halt immer schon so machen.

Das ist nicht unbedingt schlecht, weil vieles automatisiert abläuft, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Wir stehen auf, gehen ins Bad, auf die Toilette, frühstücken, ziehen uns an, fahren in die Arbeit – alles ohne lange darüber nachzudenken. Das spart Energie.

Wollen wir jedoch Gewohnheiten ändern – hier sind wir wieder mitten drin bei den Vorsätzen für´s neue Jahr – müssen wir diese umprogrammieren.

Ich stelle mich gerne monatlichen Herausforderungen:
– ein Monat lang kein Zucker
– ein Monat lang kein Alkohol
– …kein Fleisch
– …kein Koffein (oje)
– jeden Tag in der Früh meditieren
– täglich spazieren gehen/laufen
– usw.

Wenn du es einen Monat lang kannst, es gut findest, dann kannst du es auch länger!

Auf diese weiße kannst du beispielsweise deine Ernährung ändern, so, wie es für dich gut ist. Dauerhafte Änderungen werden wir nur schaffen, wenn wir uns wohl dabei fühlen.
So ist eine Diät dem griechischen Wortsinn nach () eine Änderung des Lebensstils – nicht zeitweiser Verzicht!

Und es ist spannend, sich selbst zu beobachten, was denkt man, wie fühlt man sich?

Ich verzichte im Januar auf Alkohol und Fleisch, das fällt mir nicht sonderlich schwer (auch als „Fleischfresser“ kann ich darauf einen Monat lang gut verzichten). Ich versuche auch täglich spazieren zu gehen bzw. zu laufen.

Ich werde meine Erfahrungen mit euch regelmäßig teilen, wenn es euch interessiert.

Der Artikel ist diesmal etwas länger geworden. Es liegt mir am Herzen auch deutlich rüber zu bringen, dass man sich nicht zu sehr von außen gängeln lassen soll.

Jahreswechsel = gute Vorsätze, Fastenzeit = jetzt muss ich Verzicht üben und fasten….

Alles in Ordnung, wenn man das möchte, aber bitte ohne Zwang. Setze dir Ziele, so wie sie für dich gut sind, und setze sie um, wenn es für dich passt.

Alles Gute für 2018 und viel Erfolg bei all deinen Vorhaben.

Euer Sportsuchti – Chris
Bleib entspannt – oder werde es 🙂

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