Lass dich einfach mal treiben…

Entspannung ist das Gegenteil von Anspannung und Anspannung ist Stress.

Stress haben wir alle zur Genüge. Wer kennt das nicht: „Ich hab so viel um die Ohren!“, „Ich habe keine Zeit!“, „Ich weiß gar nicht mehr, was ich zuerst erledigen soll!“ und so weiter und so fort…

Aber woran liegt das? War das immer schon so? Ist keine-Zeit-haben heutiger Lifestyle?

Ich lehne mich mal zurück und überlege mir, wie war das eigentlich früher?

Da gab es das Telefon und noch kein Smartphone, geschweige denn Internet, Cloud, Social Media, SMS, WhatsApp & vieles mehr.

Das Telefon hatte noch eine Wählscheibe, daran kann ich mich noch gut erinnern, ich bin alt 😉

Es hatte kein Display und keinen AB – wenn mich also der Anrufer nicht erreicht hat, musste er es noch mal versuchen, und vielleicht ein drittes Mal. Irgendwann konnte er mich erreichen.

Mir erging es natürlich nicht anders, wenn ich Freunde angerufen habe. Wenn ich sie erreicht habe, war das gut, wir haben uns unterhalten oder ausgemacht, dass wir uns treffen. Wenn ich sie nicht erreicht habe, schade, aber die Welt ging nicht unter.

Noch früher gab es gar kein Telefon, da wurden noch Briefe geschrieben. Diese wurden dann zwei oder drei Tage später zugestellt, der Empfänger hat ihn gelesen und sich (hoffentlich) darüber gefreut, war ja keine Rechnung, sondern ein schriftlicher Gruß von einer Freundin oder einem Freund oder vielleicht sogar ein Liebesbrief. Der Empfänger hat sich dann vielleicht ein paar Tage später am Wochenende hingesetzt und eine Antwort geschrieben. Die Zustellung dauerte auch wieder etwas Zeit. Da war für eine kurze Kommunikation schnell eine Woche und mehr verstrichen.

Was noch früher war, als es noch keine Post gab, will ich an dieser Stelle des Beitrags nicht näher beschreiben.

Heute dagegen sind Leute schon beleidigt, wenn man auf eine Nachricht nicht minutenschnell, sondern erst nach einer Stunde antwortet. Von einem Tag später will ich gar nicht sprechen.

Was also können wir konkret tun:

  1. Verabrede dich mit dir selbst
    Es ist deine Zeit, es ist dein Leben. Nimm dir Zeit für dich, vereinbare einen Termin mit dir und trag diesen in deinen Kalender ein. In dieser Zeit machst du das, was dir guttut. Ob das Sport ist, Meditation, basteln, lesen, nichts tun… es ist deine Zeit, du machst das, was du tun willst. Eine halbe Stunde.
  2. Verzichte auf ständige Social-Media-Verfügbarkeit
    Nein, ich empfehle dir jetzt nicht, auf Facebook & Co. eine bestimmte Zeit lang zu verzichten. Das kannst du natürlich tun. Was ich meine, ist die ständige Verfügbarkeit. Besser nur ein oder zweimal am Tag dafür etwas Zeit einplanen, z.B. am Abend nach dem Essen gezielt eine halbe Stunde.
  3. Lasse Mails einfach mal liegen
    Dieser Tipp geht in die gleiche Richtung, wie der zweite. Keine Mail muss sofort beantwortet werden. Also Mailprogramm schließen und gezielt ein oder zweimal am Tag öffnen und dann die Mails auch gleich „abarbeiten“, also beantworten, löschen, ablegen, was auch immer.
    Natürlich weiß ich nicht, was genau du machst. Bist du in einigen Vereinen tätig, auch aktiv, planst du gerade ein Turnier – dann ist es vielleicht notwendig, öfters die Mails zu checken.
    Ansonsten bin ich überzeugt davon, dass du auch in deinem Beruf nicht den ganzen Tag online sein musst. Selten sind Mails so wichtig, dass sie sofort bearbeitet werden müssen. Und jede Unterbrechung, die du nicht hast, lässt dich effektiver arbeiten, spart dir also Zeit, beruflich wie privat! Und das vermindert wiederum dein Stresslevel.
  4. Setze dir Ziele für den Tag und lass dich nicht ablenken.
    Ablenkungen gibt es ja genügend. Noch schnell im Internet nachschauen, wie das Wetter am Wochenende wird. Schließlich willst du Freunde zum Grillen einladen. Und eh man sich versieht sind 25 Minuten rum, weil man dann gleich noch eben ganz kurz…jetzt aber, bevor ich loslege, was zum Trinken holen, ach ja, mach ich mir grad noch nen Kaffee, hm, dann könnt ich gleich noch…halt, ich wollte ja…was eigentlich? Wieder mal verzettelt und Zeit vertan. Wenn du dir eine Liste machst mit den Dingen, die du an diesem Tag erledigen willst und diese zielgerichtet abhakst, sparst du dir Zeit, Nerven, und hast sogar noch ein Erfolgserlebnis!

Ich denke, dass es noch viele Punkte gibt, die jeder von uns, auch ich natürlich, verbessern kann. Mit diesen beschriebenen vier Tipps habe ich für mich eine gute Entlastung und Entspannung erreicht. Daher kann ich sie dir absolut ans Herz legen. Aber finde unbedingt deine Zeitfresser raus und kümmere dich um jeden einzelnen. Nicht alles auf einmal, sondern eins nach dem anderen. Und in ein paar Wochen oder Monaten wirst du bestimmt positive Veränderungen an dir feststellen. Und anderen fällt es bestimmt auch auf.

Teile gerne deine Ideen im Kommentar, ich freu mich drauf.

Euer Sportsuchti – Chris
Bleib entspannt – oder werde es 🙂

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